Das Dachsteinmassiv in Österreich

Das Dachsteinmassiv, insbesondere der Teil rund um die Bischofsmütze übt auf uns eine besondere Faszination aus. Schon der Dichter Hans Sterneder beschreibt dieses Naturjuwel in seinem Roman “Der Wunderapostel“ als einen ganz besonderen Ort. Die Gemeinde Filzmoos, die an der Südseite des Berges liegt, der wirklich aussieht, wie sein Name verspricht, hat es glücklicherweise nicht versäumt, die einzigartige Almlandschaft unter dem Linzerweg vor Skihängen zu bewahren.Dadurch ist ein wunderschönes Wandergebiet entstanden, dass mit seiner reichen Almflora und dem eindrucksvollen Bergpanorama zu einer Fotoreise förmlich einlädt. Bei der Anreise aus Filzmoos fährt man auf einer Mautstraße an einem Bergbach entlang, der Mandling. Der Bach mit seinem klaren Wasser gibt für Forellen einen Lebensraum und den Fotografen ständig wechselnde Wasserbilder.Auch fällt die rotgelbweiße Färbung des Gesteins ins Auge. Weiter oben kann man zwischen drei Almen wählen, Ober- und Unterhofalm (1300m), die eng beieinanderliegen und die Sulzenalm, bei der man schon auf 1625m anlangt.Von deren Wiesen sind einige unserer Panoramen entstanden, man hat hier einen herrlichen Rundumblick auf die Bischofsmütze, Gosaukamm, Torstein und Rötelstein.

Bischofsmütze-im-Morgenlicht-Panorama

Auf der anderen Seite blickt man ins Tal nach Filzmoos hinüber zum Roßbrand und kann bei guter Fernsicht bis zum Großklockner schauen. Wandert man weiter hoch über den Sulzenhals mit Blick zu Dachsteinsüdwand bis zum Eiskarlschneid auf 1.990 m Höhe, wird man belohnt mit dem vorherigen Ausblick nur noch gewaltiger. Von hier konnten wir auch ein wunderschönes Bergmassiv-Panorama vom Torstein zur Bischofsmütze einfangen. Fährt man also mit dem Auto zur Sulzenalm ist man nach ca. 350 Höhenmetern Wanderung am Eiskarlschneid schon hochalpin unterwegs. Bei schöner Sicht wirklich ein empfehlenswerter Genuss. Von dieser Aussichtsplatform lassen sich einige weitere Wanderziele wie Hofpürgelhütte, Linzerweg, Steigelpass, Kramersattel oder Röttelstein und Dachsteinsüdwand sowie der Weg zur Adamekhütte ausmachen. Alle sind jedoch durchweg schwerer zu erreichen und eher für eine leichterer Kameraausrüstung geeignet.Der alternative Rückweg über den Linzerweg, Hofalmen zur Sulzenalm ist ungleich länger und mit schwerem Gerät weniger zu empfehlen, obwohl als Wanderung wunderschön. Kehrt man auf dem Rückweg auf der Sulzenalm ein kann man das Panorama von der Terrasse aus genießen. Da sich hier nicht allzu viele Wanderer hin begeben, ist es hier etwas ruhiger als auf den tiefer gelegenen Hofalmen, die regelmäßig von Bussen besucht werden.Trotz des größeren Tourismus an den Hofalmen sollte man sich den Almseerundweg mit seinen abwechslungsreichen Ausblicken auf die Bischofsmütze und dem Almsee nicht entgehen lassen. Hierzu eignen sich die frühen oder späteren Tagesstunden, wenn die Touristen sich noch in den Betten oder schon wieder auf der Rückreise befinden. Dann herrscht auf den Almwiesen Ruhe. Bei Windstille spiegelt sich die Bischofsmütze im See.Das Licht wandelt sich manchmal schnell, morgentlicher Nebel, den die Sonne langsam vertreibt, oder ein Abendgewitter ,das von Gosau zum Kamm hin steigt und dessen Wolken sich über den Gosaukamm ins Almtal stürzen.Wolken umhüllen die Bischofsmütze, geben sie wieder frei, oder sie strahlt vor blauem Himmel klar. Die Jahreszeit spielt dabei keine Rolle, Eis und schneebedeckte Hänge im Winter und Frühjahr, die dann oft nur mit Schneeschuhen zu erreichen sind. Oder rote Alpenrosen und gelbe Trollblumen, blauer Enzian zum Sommer, der Herbst mit den gelbleuchtenden Lärchen. Fotomotive gibt es hier das ganze Jahr über.

Von der Nordseite her erreicht man über Gosau den Gosausee mit Blick auf den Dachsteingletscher mit der Adamekhütte. Obwohl der See ein wahres Tourismusziel ist, liegt er in den sommerlichen Morgenstunden vor neun Uhr bei schönem Wetter manchmal in der Windstille wie ein Spiegel, in dem sich die Bergkulisse mit dem Gosaugletscher wiederfindet. Später erst finden sich nach und nach die Menschenmengen ein und die zauberhafte morgentliche Stille verliert sich. Nun klimmt in den Sommermonaten mit der Zeit auch die Sonne so über den Berg, dass man im Sonnenlauf mehr und mehr im ungünstigen Gegenlicht steht. Wir kamen einmal mit der Erwartung der Spiegelungen zur Winterzeit und staunten nicht schlecht, dass der See kaum Wasser hatte, weil er um die Schneeschmelze auf zu nehmen, abgelassen worden war. Lohneswert ist bei guter Fernsicht auch eine Fahrt mit der nahegelegenen Gosaukammbahn zur Gablonzer Hütte.auf 1550m.Man kann hier scheinbar auf Augenhöhe den Dachsteingletscher sehen und hat von oben einen Blick auf den blau leuchtenden Gosausee. Auf der anderen Seite ergibt sich je nach Sicht und Licht ein vielschichtiges Bergpanorama. Für uns sind auch immer Wasserfälle von Interesse, die man in etwas Entfernung auch um Filzmoos herum findet. Zu eindrucksvollen und lohnenden Fotozielen zählen für uns die Riesachwasserfälle, der Bodensee, die Silberkarklamm und etwas weiter die Lichtensteinklamm und der Gollingwasserfall. Bei aller lieblichen österreichischer Schönheit kehren wir immer wieder gerne nach Filzmoos zurück, beispielsweise , um das erste Morgenlicht auf der Bischofsmütze auf zu nehmen.



  • Link zu mehr Fotos Externer Link