Das Dachsteinmassiv in Österreich um die Bischofsmütze

Wandergebiet um die Almen-Lebenskraft aus der Natur

Das Dachsteinmassiv in Österreich, insbesondere der Teil rund um die Bischofsmütze (2458m) übt auf uns als Fotografen eine besondere Faszination aus.
Schon der Dichter Hans Sterneder beschreibt dieses Naturjuwel in seinem Roman “Der Wunderapostel“ als einen ganz
besonderen Ort. Wer Kraft, ja Lebenskraft in der Natur sucht, findet sie hier und sie läßt sich in Fotos einfangen. Die Gemeinde Filzmoos (1057m) ,
die an der Südseite des Berges liegt, der wirklich aussieht, wie sein Name verspricht,hat es glücklicherweise nicht versäumt,
die einzigartige Almlandschaft unter dem Linzerweg vor Skihängen zu bewahren.
Dadurch ist ein wunderschönes Wandergebiet entstanden, dass mit seiner reichen Almflora und dem eindrucksvollen Bergpanorama
zu einer Fotoreise förmlich einlädt. Bei der Anfahrt aus Filzmoos fährt man auf einer Mautstraße an einem Bergbach entlang, der Mandling.
Der Bach mit seinem klaren Wasser gibt für Forellen einen Lebensraum und bietet mit seinem abwechslungsreichen Verlauf ständig atraktive Fotomotive.
Auch fällt die interessante rotgelbweiße Färbung des Gesteins ins Auge. Weiter oben kann man zwischen drei Almen wählen,
Ober- und Unterhofalm (1300m), die eng beieinanderliegen und die Sulzenalm,bei der man schon auf 1625m anlangt.Von deren Wiesen sind einige
unserer Panoramen entstanden, man hat hier einen herrlichen Rundumblick auf die Bischofsmütze, Gosaukamm, Torstein und Rötelstein.

Bischofsmütze-im-Morgenlicht-Panorama

Auf der anderen Seite blickt man ins Tal nach Filzmoos hinüber zum Roßbrand und kann bei guter Fernsicht
bis zum Großklockner schauen. Wandert man weiter hoch über den Sulzenhals mit Blick zu Dachsteinsüdwand
bis zum Eiskarlschneid auf 1.990 m Höhe, wird man belohnt mit dem vorherigen Ausblick nur noch gewaltiger.
Von hier konnten wir auch ein wunderschönes Bergmassiv-Panorama vom Torstein zur Bischofsmütze einfangen.
Fährt man also mit dem Auto zur Sulzenalm ist man nach ca. 350 Höhenmetern Wanderung am Eiskarlschneid schon alpin unterwegs.

Alpin erleben

Bei schöner Sicht ist der Eiskarlschneid wirklich ein empfehlenswerter Genuss. Man sollte jedoch nicht den oft frischen Wind,der hier oft weht, unterschätzen. Von dieser Aussichtsplatform lassen sich einige weitere Wanderziele wie Hofpürgelhütte, Linzerweg, Steigelpass, Kramersattel oder
Röttelstein und Dachsteinsüdwand sowie der Weg zur Adamekhütte ausmachen. Alle sind jedoch durchweg schwerer zu erreichen und eher
für eine leichterer Kameraausrüstung geeignet. Der alternative Rückweg über den Linzerweg, Hofalmen zur Sulzenalm
ist ungleich länger und mit schwerem Gerät weniger zu empfehlen, obwohl als Wanderung wunderschön. Kehrt man
auf dem Rückweg auf der Sulzenalm ein, kann man das Panorama von der Terrasse aus genießen.
Da sich hier nicht allzu viele Wanderer hin begeben, ist es hier etwas ruhiger als auf den tiefer gelegenen Hofalmen,
die regelmäßig von Bussen angefahren werden.

Der Almsee

Trotz des größeren Tourismus an den Hofalmen sollte man sich den Almseerundweg mit seinen abwechslungsreichen
Ausblicken auf die Bischofsmütze und dem Almsee nicht entgehen lassen. Hierzu eignen sich die frühen oder späteren Tagesstunden,
wenn die Touristen sich noch in den Betten oder schon wieder auf der Rückreise befinden. Dann herrscht auf den Almwiesen Ruhe.
Bei Windstille spiegelt sich die Bischofsmütze im See.

Das Fotolicht

Das Licht wandelt sich manchmal schnell, morgentlicher Nebel, den die Sonne langsam vertreibt, oder ein Abendgewitter ,das
von Gosau zum Kamm hin steigt und dessen Wolken sich über den Gosaukamm ins Almtal stürzen.Wolken umhüllen
die Bischofsmütze, geben sie wieder frei, oder sie strahlt vor blauem Himmel klar. Die Jahreszeit spielt dabei keine Rolle,
Eis und schneebedeckte Hänge im Winter und Frühjahr, die dann oft nur mit Schneeschuhen zu erreichen sind.
Oder rote Alpenrosen und gelbe Trollblumen, blauer Enzian zum Sommer, der Herbst mit den gelbleuchtenden Lärchen.
Fotomotive gibt es hier das ganze Jahr über. Um nicht vom Wetter in der Höhe mit schwerem Fotogerät überrascht zu werden,
sollte man die Wetterlage genau studieren und auch mit Einheimischen besprechen.

Der Gosausee

Von der Nordseite her erreicht man über Gosau den Gosausee mit Blick auf den Dachsteingletscher mit der Adamekhütte.
Obwohl der See ein wahres Tourismusziel ist, liegt er in den sommerlichen Morgenstunden vor neun Uhr bei schönem Wetter
manchmal in der Windstille wie ein Spiegel, über dem sich die Bergkulisse mit dem Gosaugletscher erhebt. Später erst
finden sich nach und nach die Menschenmengen ein und die zauberhafte morgentliche Stille verliert sich. Nun klimmt in den
Sommermonaten mit der Zeit auch die Sonne so über den Berg, dass man im Sonnenlauf mehr und mehr im ungünstigen
Gegenlicht steht. Wir kamen einmal mit der Erwartung der Spiegelungen zur Winterzeit und staunten nicht schlecht, dass der See
kaum Wasser hatte, weil er um die Schneeschmelze auf zu nehmen, abgelassen worden war. Lohneswert ist bei guter Fernsicht auch
eine Fahrt mit der nahegelegenen Gosaukammbahn zur Gablonzer Hütte.auf 1550m.Man kann hier scheinbar auf Augenhöhe
den Dachsteingletscher sehen und hat von oben einen Blick auf den blau leuchtenden Gosausee. Auf der anderen Seite ergibt sich
je nach Sicht und Licht ein vielschichtiges Bergpanorama.

Wasserfälle - anhalten und staunen

Ein atracktives, lohnendes Fotoziel sind auch immer Wasserfälle, die man in etwas Entfernung auch um Filzmoos herum findet. Für ausdrucksstarke und
kraftvolle Fotos besuchen wir gerne die Riesachwasserfälle, den Bodensee, die Silberkarklamm
und etwas weiter die Lichtensteinklamm und den Gollingwasserfall. Bei aller lieblichen umliegenden österreichischer Schönheit
kehren wir immer wieder gerne nach Filzmoos zurück, beispielsweise , um das erste Morgenlicht auf der Bischofsmütze auf zu nehmen.

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